K800 IMG 20171130 WA0040Die letzte FLY- Fahrt im Jahr 2017 führte vier Schüler in Begleitung von Frau Deiser und Frau Grabmaier nach Italien an unsere Partnerschule in Scandicci/Florenz. Am Flughafen wurden unsere Schüler von ihren Gastfamilie abgeholt und schon am ersten Abend zeigte sich, was das größte Problem dieser Woche werden sollte: Fehlende Kenntnisse des Italienischen unsererseits sowie die zumeist äußerst geringen bzw. fehlenden Englischkenntnisse der Gastgeber machten eine vernünftige Kommunikation unmöglich. Dies glichen die Gastfamilien aber sehr schneK800 IMG 20171130 WA0026ll durch ihr großes Engagement und ihre Begeisterung für das Erasmus+Projekt wieder aus – Freunde und Familienmitglieder mit besseren Sprachkenntnissen wurden als Dolmetscher organisiert, so dass sich bald alle verständigen konnten. An unserer Partnerschule wurden wir mit allen Ehren begrüßt: das Schulorchester spielte einige Stücke u.a. einen Ausschnitt aus der „Carmina Burana“ , was uns sehr beeindruckte.

Auf dem Programm standen verschiedene Aktivitäten, die ein Kennenlernen und Zusammenwachsen der großen Schülerzahl aus allen 7 Schulen ermöglichen sollten. Passend zum Inhalt des Projektes wurden auch in und um Scandicci einige Firmen besucht, darunter ein Betrieb, der weltweit führend im Bereich der Metallveredelung ist und beispielsweise auch für die Firma Gucci das begehrte Emblem mit den zwei Gs anfertigt. Im Land des Chianti erfuhren wir bei der Besichtigung des „San Michele e Tori„ , eines landwirtschaftlichen Betriebes mit Oliven- und Weinanbau, viel über die Herstellung von hochwertigem Wein und Olivenöl. Sehr interessant war auch unser Besuch bei der Harding University, einer kleinen amerikanischen Universität, die in einer alten toskanischen Villa untergebracht ist und ihren Studenten umfassende (und exklusive) Eindrücke europäischen Lebens vermittelt.

 

Bei unerwartet schlechtem K800 IMG 20171130 WA0037Wetter (nass und kalt) fuhren wir dann in die Innenstadt von Florenz, wo wir eine historische Apotheke und Parfümerie besichtigten. Auch an unserem Ausflugstag, der uns in das Städtchen San Gimignago führte, hatten wir zwar kein Glück mit dem Wetter, so dass wir von der beeindruckenden Stadtansicht und der berühmten Aussicht in die Toskana kaum etwas sahen. Dafür erhielten wir in einer beeindruckenden multimedialen Führung Einblick in die Geschichte des bezauberten Ortes mit dK800 K800 IMG 20171130 WA0001en vielen Türmen und konnten unverhofft der Aufnahme einer Kochsendung des italienischen Fernsehens beiwohnen – mit anschließender Verkostung der leckeren Gerichte.

Der Donnerstag stand dann wieder ganz im Zeichen der Projektarbeit. Nachdem alle Gruppen ihre zu Hause vorbereiteten Filme und Präsentationen zum Thema „My future business“ gezeigt hatten, trennten sich Lehrer und Schüler. Erstgenannte arbeiteten an der weiteren Projektplanung, wobei vor allem die Ergebnisverbreitung thematisiert wurde, während die Schüler in international gemischten Kleingruppen Filme erstellten, in denen die Erlebnisse der Woche kreativ aufbereitet wurden.

Nach all der gemeinsamen Arbeit entschloss sich die Gruppe der FvLS, den Freitag in Florenz zu verbringen. Wer in diese Stadt reist, kann der überall gegenwärtigen Kunst und Architektur nicht entkommen –und so gab es auch für unsere Schüler kein Entkommen: Sie mussten (oder durften?) mit den Lehrerinnen die Kirche Maria Santa Novella mit ihren eindrucksvollen Fresken und Gemälden besichtigen. Danach hatten zeigten wir Erbarmen und es ging nicht nur in die Uffizien, sondern auch in die Fußgängerzone, wobei vor allem der DK800 IMG 20171130 WA0044isneyshop sowie die sehr teuren Eisdielen eine große Anziehungskraft auf unsere Schüler ausübten. Abends feierten wir dann mit den Gastfamilien in der Schule eine Farewellparty – die großen Tische bogen sich förmlich unter der Last, der wunderbaren, größtenteils selbstzubereiteten italienischen Speisen - und verabschiedeten uns – teilweise sehr schweren Herzens - von alten und neuen Freunden.

Nach einer für manche äußerst aufregenden Busfahrt zum Flughafen waren wir sehr froh, als wir alle am verabredeten Treffpunkt versammelt waren und dann ging es nach einer anstrengenden, aber erlebnisreichen Woche auch schon wieder nach Hause.

Christine Deiser, Gabi Grabmaier