Flygruppe in PolenEnde Mai fand eine weitere Auslandsfahrt im Rahmen des FLY-Projekts statt. Vier Schüler unter der Begleitung von Frau Arzberger und Frau Grabmaier durften nach Lublin reisen, eine Stadt im Osten Polens, nicht weit von der weißrussischen Grenze. Diesmal hatten wir als Schwerpunkt unseres Treffens an der polnischen Partnerschule, das Thema „Nationaler Arbeitsmarkt“ vorbereitet. Dafür erarbeiteten wir in den letzten Wochen eine Art Wandzeitung - gemeinsam mit allen Schülern, die am Fly-Projekt teilnehmen. Diese wurde am ersten Tag von uns zusammen mit den Ergebnissen unserer Partnerschulen präsentiert. Arbeitssprache natürlich Englisch. Auch bei allen Workshops und sämtlichen Aktivitäten, wie verschiedenen sportlichen Angeboten und gemeinsamen Spielen u.v.m. . Alle Schüler waren in Gastfamilien untergebracht und konnten so einen Insiderblick ins Leben einer polnischen Familie bekommen. Und das war von außerordentlich großer Gastfreundschaft geprägt – besonders das leibliche Wohl lag den Gastfamilien am Herzen - und die polnische Küche schmeckte jedem! Auf dem Projektprogramm standen neben den zwei Betriebsbesichtigungen (Highlight: die Süßigkeitenfabrik – in der wir ausnahmslos ALLES probieren durften) auch ein Gespräch mit einem Landsmann, der in Polen arbeitet. Unser Gesprächspartner war der 31jährige Deutsche Jan Werk, der seit drei Jahren an der Universität in Lublin als Hochschullehrer arbeitet und Deutsch unterrichtet. Er erzählte außerordentlich offen von seinen Erfahrungen wie z.B. seiner Liebe zum polnischen Essen und der schönen Landschaft, den netten Kollegen und wie einfach es war und ist soziale Kontakte zu knüpfen. Aber auch von den Tücken der polnischen Sprache und den anfänglichen Schwierigkeiten und Missverständnissen, dem niedrigen Lohnniveau und dass viele Polen (auch Kollegen von der Uni) noch Nebenjobs ausüben (müssen) um über die Runden zu kommen. Mit seiner Empfehlung „unbedingt selbst ins Ausland zu gehen“ verabschiedeten wir uns voneinander.burg in Kaschimierz Polen 2

Einen Einblick in die polnische Landschaft bekamen wir bei einem Ausflug nach Kazimierz Dolny, einem kleinen Ort, das an der Weichsel liegt (natürlich war eine Schiffsfahrt eingeplant) und der wegen seiner besonderen, historischen Altstadt und seiner Burgruine ein bekanntes und beliebtes Ausflugsziel ist. Es gäbe noch vieles zu erzählen: über die schöne Altstadt Lublins, das moderne Warschau, von der belasteten deutsch-polnischen Geschichte, dem hervorragenden Eis (!) und vielem mehr. Nach einer Woche in Lublin verabschiedeten wir uns schweren Herzens, aber voller schöner neuer Eindrücke und der Hoffnung auf ein Wiedersehn im nächsten Jahr.

Gabriele Grabmaier und Veronika Arzberger

 burg in Kaschimierz Polen präsentation der Wandzeitungen gruppe Sizilien   Stadtplatz Lublin Polen
 Eiscreme von der Rolle  unsere wandzeitung  Haus der Kulturen Warschau