10b ToskanaUnsere Studienfahrt begann mit einer schier ewig andauernden Anfahrt, welche uns an München vorbei und über den Brenner schlussendlich zu unserem Hotel in der Küstenstadt Viareggio brachte. Der erste Abend verlief sehr ruhig und wir hatten viel Zeit, um unsere Koffer auszupacken und das Abendessen zu genießen. Danach hatten wir noch Gelegenheit, die Umgebung zu erkunden. Am Dienstagmorgen ging es dann für Schülerverhältnisse recht früh los, damit wir rechtzeitig die Stadtführung in Lucca erreichten. Die imposante Stadtmauer Luccas umgibt die komplette Altstadt und ist  4,2 km lang. Weitere Besonderheiten dieser Mauer sind die Umstände, dass sie noch vollständig erhalten und die breiteste Stadtmauer der Welt ist. Die Sehenswürdigkeit der Stadt ist der höchste Turm der Stadt, der mit Bäumen bewachsen ist.

Er wurde Ende des 14. Jahrhunderts von einem reichen Luccaner (so werden die Einwohner Luccas genannt) erbaut und später erst mit den typischen Steineichen bepflanzt. Das Gewicht der Bäume sollte den Turm schräg stellen, nach dem Vorbild des schiefen Turms von Pisa. Diesen besichtigten wir im Anschluss. In Pisa angekommen fing es allerdings plötzlich an fürchterlich zu regnen, was die Stimmung unvermeidlich trübte. Trotz der heftigen Niederschläge gaben Lehrkräfte und die Stadtführerinnen vor Ort ihr Bestes, um die Situation für uns so erträglich wie möglich zu gestalten. Das gesamte Ensemble in Pisa, bestehend aus der Taufkirche, dem Dom und dem Schiefen Turm war auf das Thema „Vom Leben zum Tode“ ausgerichtet. IMG 1613Die Taufkirche war mit ihrer widerhallenden Kuppel eine echte Besonderheit. Der Dom war mit seinen imposanten, überdimensionalen Ölgemälden äußerst sehenswert. Den Schiefen Turm beschloss die Studienfahrtgruppe nur von außen zu bewundern, da viele von uns weder Lust noch Willen hatten, weitere Zeit draußen im Nass zu verbringen, zumal der Eintritt hierfür doch sehr hoch war. Tag 3 unserer Wissensreise brachte uns in die Altstadt von Florenz, in welcher wir nach einer weiteren Stadtführung ausgiebig Gelegenheit hatten, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Tag 4 gestaltete sich sehr entspannt, denn wir durften eine Tour durch Carrara und deren Marmorbrüche erleben. Unsere Guides informierten uns dort über die Geschichte der Stadt und darüber, wie diese vom Marmorabbau seit mehr als zwei Jahrtausenden dominiert wird. Wir besuchten eine Bildhauerwerkstatt, in der neben Statuen und Wandbildern auch Grabmäler gefertigt werden. Nach dem Ausflug versuchten die meisten noch möglichst viel ihrer verbleibenden Zeit ihren Vorlieben entsprechend zu gestalten. Den Nachmittag nutzten wir, um ein paar schöne Erinnerungsfotos am Strand von Viareggio zu schießen. Einige Mutige trauten sich, zumindest mit den Füßen ins eiskalte Mittelmeer zu gehen. Die Heimreise war von der Anfahrt kaum zu unterscheiden. Alles in Allem war die Studienfahrt sehr interessant und wir können jedem einen Besuch der Toskana nur empfehlen.

Moritz Widl (10 a) und Carsten Soth